Berlin macht es vor: Denkmalschutz, warmes Straßenlicht und Umweltschutz sind kein Widerspruch dank der LED Beleuchtungstechnologie

Die historischen Straßenlaternen von Berlin verzieren seit geraumer Zeit das Stadtbild von Berlin, doch der schöne Schein hat auch seine Schattenseiten: Die Straßenlaternen sind Gaslaternen und verfügen somit als Leuchtmittel über eine sehr veraltete und umweltschädliche Technologie. Eine Gasreihenleuchte verursacht pro Jahr über 1,2 Tonnen mehr C02 als eine elektrische Beleuchtung vergleichbarer Leistung und kostet inklusive der enormen Reparatur- und Wartungskosten jährlich rund 500 € zusätzlich. Deshalb beschloss der Berliner Senat die Gasreihenleuchten durch baugleiche LED Leuchten zu ersetzen. Durch diese Maßnahme werden pro Leuchte 98% Energie (22Watt statt 1000 Watt) und ca. 92% C02 eingespart. Durch die LED Technologie kann die gleiche warme Lichtfarbe erzeugt werden wie bei den Gasleuchten. Somit bleiben die denkmalgeschützten Straßenlaternen in ihrer historischen Form erhalten und sind energetisch saniert.

Solarenergie und Denkmalschutz

Denkmalschutz ist Nachhaltigkeit. Die Hälfte des weltweiten C02 Ausstoßes lässt sich auf das Bauwesen zurückführen. Der Denkmalschutz und die Denkmalpflege sind ein Aspekt des Bauwesens, nämlich des Nicht-Bauens, des Weiter-Bauens und der Bauschuttvermeidung. Welchen Beitrag können also unsere Denkmäler und unsere historischen Kulturlandschaften im Rahmen der Erzeugung regenerativer Energien leisten und welche Möglichkeiten gibt es? Solarenergie spielt hierbei eine große Rolle. Dennoch sollte hierbei ein großes Augenmerk darauf gelegt werden, dass dem Erscheinungsbild des Denkmals und seinem Wert kein Schaden zugefügt wird. Nutzen Sie Flächen am Gebäude, die vom Betrachter nicht einzusehen sind, wie zum Beispiel die rückwärtigen Bereiche von Gebäuden um die Solarmodule anzubringen. Integrieren Sie eine Solaranlage in die bestehende Dachfläche, zum Beispiel mit Solarziegeln, oder verwenden Sie die Hausfassade dazu.

Der Engergie-3-Sprung ist immer zu empfehlen bei Denkmalschutz und LED Beleuchtung

Sollte sich bei einem denkmalgeschützten Gebäude keine Möglichkeit anbieten Solaranlagen anzubringen um die Architektur energetisch zu sanieren, so gibt es für den Eigentümer dennoch die Möglichkeit, sich am sog. „Engergie-3-Sprung“ zu beteiligen und damit einen Beitrag für die Umwelt zu leisten: Verschwenden Sie keine Energie. Machen Sie dort das Licht aus, wo es keiner braucht. Nutzen Sie alle Vorteile der LED Beleuchtung im Denkmalschutz. Schalten Sie ihre Geräte nicht auf Stand-by , sondern gleich ganz aus. Denn Energie, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht erst erzeugt werden. Legen Sie mehr Wert auf energieeffiziente Anlagen, Geräte oder Gebäude. Der Einsatz hocheffizienter Pumpen und eine verbesserte Haustechnik senken zum Beispiel die Energiekosten. Nutzen Sie regenerative Energien um den verbleibenden Energiebedarf zu decken, beispielsweise durch den Einsatz einer Wärmepumpe, die die Umweltwärme effizient verwertet oder den Einbau einer Holzpelletheizung.