Solides Wachstum des LED-Marktes bis 2016 wird mit Preisverfall einhergehen

Die sogenannten "Retrofit"-LED-Lampen, also diejenigen Modelle die ohne technischen Umbau einfach in die Fassung der herkömmlichen Glühbirne geschraubt werden können werden in Bezug auf die Absatzmenge ein enormes Wachstum verzeichnen. Zwischen 2012 und 2016 wird der globale Absatzmarkt jährlich um 30% wachsen - vor allem da bis 2016 sämtliche Glühbirnen in Europa nichtmehr verkauft werden dürfen. Das Marktforschungsunternehmen Strategies Unlimited [http://www.ledsmagazine.com/news/9/4/1] veröffentlichte jüngst diese Zahlen in Ihrer Studie "LED Ersatzlampen - Marktanalyse und Prognose" und sagte für das Jahr 2016 ein Marktvolumen von 3,7Mrd US-$ voraus. Die sogenannten solid-state-lightning (SSL) Produkte, die für bestehende Fassungen bestimmt sind, haben derzeit ein Marktvolumen von 2,2 Mrd US-$. Der bis 2016 zu erwartende Preisverfall von LED-Leuchten für den Haushalt ist dabei schon berücksichtigt.

Der Studie zufolge gilt derzeit vor allem Japan als Vorreiter im Gebrauch von günstigen LED-Lampen - 24,7 Millionen Stück wurden dort im letzten Jahr abgesetzt.

Wenig überraschend ist auch, dass laut Studie, auch leistungsfähige LED-Röhren weltweit immer beliebter werden. Besonders im Unternehmensbereich werden Leuchtstoffröhren immer öfter durch LED-Röhren ersetzt. Satte 41% des Weltabsatzes wird bereits in China verwendet, lediglich 18% in den USA und Europa zusammen. Gründe für den bisher zaghaften Einsatz ist die zweifelhafte Lichtausbeute von sehr billigen LED-Röhren, was sich aber in wenigen Jahren wohl ähnlich wie bisher bei den LED-Birnen relativiert haben wird. Zudem herrschen auf dem chinesischen Leuchtmittelmarkt vollkommen andere Anforderungen als in den USA oder Europa. Die Strompreise steigen auch dort konstant, hinzukommen längere Arbeitszeiten in Lagerhallen und Fabriken, weshalb Energieeffizienz den dortigen Unternehmen ein großes Anliegen ist.

Das Marktforschungsunternehmen betont außerdem dass dem Markt für LED-Leuchten in den kommenden Jahren ein Verfall des durchschnittlichen Verkaufspreises von etwa 14% zu erwarten sei. Einerseits wird dieser Preisverfall das Marktwachstum ankurbeln - sobald der Markt jedoch gesättigt ist den Gesamtumsatz von Produzenten und Händlern schmälern und in einigen Fällen die Gewinnspanne schmälern.