50,2 Hz Problem bei Wechselrichter
Softwareupdate für Photovoltaik-Anlagen nötig

Wie die Deggendorfer Zeitung vom 13.03.2013 berichtet, ist es notwendig den größten Teil der Wechselrichter von Photovoltaik-Anlagen durch ein Softwareupdate umzuprogrammieren, damit sich diese nicht automatisch bei einer Frequenz von 50,2 Hz abschalten. Ein gleichzeitiges Wegbrechen der Photovoltaik-Anlagen in einem Versorgungsnetz kann zu einem Stromausfall (Blackout) führen, weil die Leistung nicht schnell genug kompensiert werden kann. Die Umrüstung muss nach der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) von den Betreibern der Elektrizitätsverteilernetze durchgeführt werden.

Photovoltaik-Anlagen haben durch den intensiven Ausbau Systemrelevanz erreicht. Netzbetreiber haben das Ziel der Frequenzhaltung und versuchen eine Überfrequenz von 50,2 Hz zu verhindern, um die Netzstabilität nicht zu gefährden. Dies wir realisiert durch eine, abhängig vom Wechselrichter-Typ, stufenweise Abschaltung der Wechselrichter-Typen. Es erfolgt keine vollständige Abschaltung der jeweiligen Wechselrichter-Typen, sonder eine frequenzabhängige Wirkleistungsreduzierung. Nachrüstbedarf, nach Ecofys-Studie, besteht bei Altanlagen, die nach dem September 2005 in Betrieb genommen wurden und eine installierte Leistung größer als 10 KWpeak haben.

Es besteht grundsätzlich Nachrüstpflicht!

Fristen im Niederspannungsbereich:
  • * PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von 10 bis 30 kW müssen bis 31.12.2014 nachgerüstet werden.
  • * PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von 30 bis 100 kW müssen bis 31.05.2014 nachgerüstet werden.
  • * PV-Anlagen mit einer installierten Leistung größer als 100 kW müssen bis 31.08.2013 nachgerüstet werden.


Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) beschreibt die technischen Mindestanforderungen in der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105.

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